Was ist und was macht ein Reiseleiter bzw. eine Reiseleiterin überhaupt?

 

Das Berufbild "Reiseleitung"






 

Das Berufsbild: "ReiseleiterIn", "ReisebegleiterIn", "Fach- oder StudienreiseleiterIn", "Standort-ReiseleiterIn"

ReisebegleiterInnen leiten Pauschal- und Gruppenreisen. Sie führen österreichische Reisegäste ins Ausland oder bei Tages- oder Mehrtagesfahrten innerhalb von Österreich. Sie sind für die Einhaltung der Prospektwahrheit laut Reisekatalog und aller gebuchten Leistungen verantwortlich.

ReiseleiterInnen organisieren den Tagesablauf, halten Vorträge im Bus und führen in Städten, Nationalparks oder bei Ausgrabungen (landesabhängig!). Als verlängerter Arm des Reiseveranstalters sind sie für den reibungslosen Ablauf der Reise vor Ort zuständig (Prospektwahrheit!) und lösen Konflikte in der Gruppe und mit Leistungsträgern (Hotel, örtliche Guides etc.).

FachreiseleiterInnen sind SpezialistInnen in einem oder mehreren Fachgebiet und leiten thematische Rund- oder Städte-Reisen, zB kulinarische Reisen, Weinreisen, Gartenreisen, Radreisen etc.

StudienreiseleiterInnen verfügen meistens über einen akademischen Abschluss (ideal in historischen oder philologischen Kulturwissenschaften oder Geographie) und leiten anspruchsvollere Rund- oder Städte-Reisen mit deutlichem Studien-Erlebnis-Charakter.

Im Gegensatz dazu führen staatlich konzessionierte FremdenführerInnen in- und ausländische TouristInnen innerhalb von Österreich und sind nur auf eine Stadt oder Region spezialisiert.

Standort-ReiseleiterIn betreuen deutschsprachige Gäste im jeweiligen Urlaubsland (zB in Hotels am Strand von Griechenland, Ägypten, Türkei etc.), holen die Gäste vom Flughafen an, verkaufen Ausflüge und stehen jederzeit den Gästen bei Fragen zur Verfügung. Sie leiten allerdings keine Ausflüge.

Die Differenzierung der verschiedenen Berufsbilder gibt es weder im Berufslexikon des AMS noch in der Gewerbeordnung. In der Liste der freien Gewerbe werden ReiseleiterInnen und ReisebegleiterInnen als "ReisebetreuerInnen" gelistet. Die Tätigkeit als Fach- oder Studienreiseleitung fällt in die Sparte der „Neuen Selbständige“.

Die Reiseleiter-Akademie vergibt je nach unterschiedlicher Qualifizierung und individuellem Prüfungserfolg und Wunschberuf das Diplom zum/zur „ReiseleiterIn“, „ReisebegleiterIn“, „Fach- oder StudienreiseleiterIn“ oder auch „Standort-ReiseleiterIn“.

Der Schwerpunkt der Ausbildung an der Reiseleiter-Akademie liegt auf der klassischen Fach- und Studienreiseleitung!

 

Für wen ist die Ausbildung an der Reiseleiter-Akademie Wien geeignet?

Die Ausbildung richtet sich an

  • Personen ohne Vorkenntnisse, die den Lehrgang als Berufsausbildung nutzen.
  • Personen, die bereits als ReiseleiterInnen, FremdenführerInnen oder Betriebs-, Museums- oder AusstellungsführerInnen tätig sind und denen der Lehrgang als Weiterbildung dient.

 

Gibt es einen Aufnahmetest oder sonstige Voraussetzungen für die Ausbildung?

Nein, es gibt keinen Aufnahmetest. Die Ausbildung ist offen für alle Diversitäten (alle Altersgruppen, Ethnien, Religionen, körperliche oder mobile Einschränkungen, Bildungsschichten, Geschlechter und deren Orientierungen). Bei uns steht der Mensch als einzigartige Persönlichkeit und mit all seinen Stärken im Vordergrund!

Folgende Voraussetzungen sind sicher hilfreich für die Ausbildung und vor allem dann für den Job: >> mehr lesen

 

Das Ausbildungskonzept an der Reiseleiter-Akademie Wien

Das Konzept und das Curriculum des Diplom-Lehrgangs wurde von Frau Mag. Tanner aufgrund ihrer langjährigen Praxis im Berufsfeld als Studienreiseleiterin entwickelt und methodisch-didaktisch wertvoll aufbereitet. Durch laufende Evaluierungsprozesse durch die Lehrgangsleitung und die AbsolventInnen wurden die Seminarkonzepte und das Curriculum ständig weiterentwickelt und optimiert.

Der Schwerpunkt liegt in der sofortigen praktischen Umsetzung des Gelernten und in der Vielfalt der Anwendbarkeit.

Das Ausbildungskonzept beinhaltet praxisrelevante Inhalte zur Vortrags- und Präsentationstechnik sowie zu sozialen Fähigkeiten, aber keine Landeskunde. Der Grund liegt darin, dass jede/r Teilnehmer/in sein Spezialwissen aufgrund seiner Auslandaufenthalte bereits selbst erworben hat bzw. laufend erweitert.

Das macht den Lehrgang in Österreich in dieser Form einzigartig!